So viele Geschichten…
Roland Rödermund - rolandroedermund.de

Schreiben ist für mich nicht nur ein Beruf mit vielen Seiten, es ist auch privat meine größte Leidenschaft und die beste Therapie, die ich kenne. Als Reporter war ich Vater eines Roboterbabys auf Probe, durfte eine alte Dame beim Sterben begleiten und erforschte am eigenen Leib die Vorteile leichter ADHS. Meine Texte kommen nah ran, weil ich komplizierte Dinge – insbesondere Gefühle – leicht und klar ausdrücke. Meine Sprache ist nie aufdringlich oder prätentiös, sondern empathisch und zugänglich oder zum Lachen.

Um mein Schreiben zu vertiefen und um auch andere dafür zu begeistern, mache ich derzeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin den berufsbegleitenden Master „Biografisches & Kreatives Schreiben“.

Das Studium ließ mich nicht nur zum Coach für Naturnahes Schreiben werden, sondern auch zum Buchautor: Eloy de Jongs Biografie „Egal was andere sagen“ (2020, EDEL Books) verfasste ich als Co-Autor, sie wurde zum Spiegelbestseller. Und gerade erschien der sehr aktuelle Roman „Mit Abstand verliebt“ (S. Fischer Verlag), den ich mit einer Freundin in dem sehr absurden vergangenen Jahr über die Liebe in Zeiten von Corona schrieb.

Auch mein eigenes Leben scheint mir tiefer, reichhaltiger und erfüllter, seit ich regelmäßig schreibe. Es hilft mir, mich selbst und viele Dinge um mich herum zu verstehen, stiftet Sinnhaftigkeit – und ich sehe, dass mein Leben bisher irgendwie doch ziemlich geradlienig war, auch wenn es mir in Momenten null so vorkam.

Weil ich in Mathe bereits in Klasse 3 eine Vollniete war, dafür aber „phantasiebegabt“ und im Alter von zehn Jahren 1987 Kreismeister im plattdeutschen Lesen, waren Angewandte Kulturwissenschaften das logische Studium. Ich startete damals mit Praktika im Feuilleton der Bremer taz und im Kultur & Unterhaltungsressort vom Stern, ging dann aber erstmal eineinhalb Jahre für einen sehr ausgedehnten Erasmusaufenthalt nach Valencia, statt eine Jungreporter-Karriere anzustreben.

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„Man muss erst zum Leben aufstehen, bevor man sich niedersetzt zum Schreiben.“

Henry David Thoreau

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Nach dem Diplom (über Diven) und einem familiären Schicksalsschlag führten mich die Faszination für Popkultur sowie der dringende Wunsch nach Ablenkung und Leichtigkeit nach Hamburg und ins People-Genre. Ich erlebte als Redakteur für Kino und Aktuelles bei Gala und später als Chefreporter und Ressortleiter bei Grazia, sieben aufregende und schillernde Jahre.

Das mit dem Ablenken hatte funktioniert, aber irgendwann passte der Smoking nicht mehr so richtig. Ich streifte ihn ab und fortan lieber durch die Wälder meiner kleinen südwestfälischen Heimat, die ich, inspiriert von meinem naturverrückten Vater, wieder lieben lernte. 2017 zog es mich in die Selbständigkeit, um fortan länger, ausgeruhter und tiefgründiger über das Leben in seiner gesamten Breitseite und Tragikomik zu schreiben – und zu schauen, was man mit dem Texten noch so alles anstellen kann. Zum Beispiel ganz nach meinem Motto: Mehr Draußen, weniger Bullshit.

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Referenzen
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In den Medien
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„Mit Abstand verliebt“, Der Patriot 2/2021
Couch_3-2021_Seite_132-137-1
Naturnahes Schreiben, Couch 2/2021
Couch_11-2020_Seite_116-121-1
Schreiben und Waldbaden, Couch 10/2020
28_Silberfuchs_LL#17
Portrait mit meinem Vater, lebenlang Magazin, 6/2019
ganzschwierigSZ
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